Artgerechte Haltung für die Seele: Wenn wir den Kontakt zu uns verlieren und wie wir ihn wiederfinden
Du kennst sicher auch diese Momente im Leben, in denen du spürst, dass du dich selbst irgendwo unterwegs verloren hast. Der Körper beginnt zu sprechen, die Seele wird leise, und das Außen wird immer lauter. Ich kenne dieses Gefühl gut und weiß, wie es ist, zu funktionieren, obwohl in meinem Inneren längst nichts mehr passt.
Genau dort beginnt die eigentliche Frage unserer Zeit: Wie artgerecht halten wir uns selbst?
Dieser Artikel ist eine Einladung an dich, wieder nach innen zu lauschen und dorthin zu spüren, wo Wahrheit, Kraft und Heilung warten.
Als Kurzfassung: Viele Menschen leben heute in innerer Getrenntheit: Sie sind von ihren Gefühlen, ihrer inneren Wahrheit und ihrer natürlichen Lebensweise abgeschnitten. Dieser verlorene Kontakt führt zu körperlichen Beschwerden, emotionaler Leere und einem Leben, das nicht der eigenen Natur entspricht. Die äußeren Krisen unserer Zeit spiegeln genau diesen inneren Zustand wider. Heilung entsteht, wenn wir wieder fühlen, unseren Körper als Kompass nutzen und uns selbst artgerecht halten. Die Rückkehr zu uns selbst ist der Schlüssel zu innerem Frieden und echter Lebendigkeit.
Warum ist der Dis-Kontakt zu uns selbst das größte Problem unserer Zeit?
Kurzantwort: Weil wir den Zugang zu unseren Gefühlen, unserer inneren Wahrheit und unserem wahren Wesen verloren haben und dadurch eine Welt erschaffen, die unseren inneren Konflikt spiegelt.
Dis‑Kontakt bedeutet, dass wir nicht mehr mit uns selbst verbunden sind, nicht mit unseren Gefühlen, unserem Körper, unserer Wahrheit. Wir funktionieren, aber wir spüren uns nicht. Wir leben im Außen, während unser Inneres verstummt.
Über viele Jahre habe ich selbst erlebt, was passiert, wenn der Kontakt zu sich selbst abreißt. Mein Körper hat mir deutliche Signale geschickt, erst leise, dann immer lauter. Chronische Nebenhöhlenentzündungen, Migräne, massive Rückenbeschwerden und schließlich Herz‑Rhythmusstörungen waren wie Warnleuchten, die ich lange ignoriert habe. Am Ende stand eine Depression, die mich nicht zerstört hat, sondern wachgerüttelt. Sie war der Moment, in dem mir bewusst wurde, wie weit ich mich von mir selbst entfernt hatte.
➡️ Mehr über die energetischen Ursachen einer Depression erfährst du hier.
Wenn ich in diese Zeit hineinspüre, sehe ich überall Menschen, die nach Lösungen im Außen suchen. Wir diskutieren über Klimawandel, Kriege, soziale Ungerechtigkeit, über Systeme, Politik, Wirtschaft. Wir versuchen zu reparieren, zu optimieren, zu kontrollieren und doch wird die Welt immer lauter, schneller, chaotischer.
Und irgendwann habe ich mich gefragt:
Was, wenn all diese Krisen nur Symptome sind? Was, wenn die eigentliche Ursache viel tiefer liegt, vielleicht in uns selbst?
Die Wahrheit ist unbequem und gleichzeitig befreiend:
Das größte Problem unserer Zeit ist die innere Distanz zu uns selbst. Wir halten unsere eigene Seele nicht artgerecht.
Wir haben uns selbst in eine Art seelische Massentierhaltung gebracht, und zwar nicht aus böser Absicht, sondern durch jahrzehntelange Konditionierung. Viele von uns funktionieren nur noch, anstatt sich wirklich zu fühlen. Unser Alltag ist geprägt von Leistung, nicht von lebendigem Sein. Und oft überleben wir mehr, als dass wir uns wirklich spüren.
Wie zeigt sich die „seelische Massentierhaltung“ im Alltag?
Kurzantwort: Durch unterdrückte Gefühle, ein Leben im Außen statt im Innen und Beziehungen, die unsere ungelösten inneren Konflikte widerspiegeln.
In dieser Zeit war mein emotionales System wie eingefroren. Ich konnte kaum noch spüren, was mir guttun würde oder was ich brauchte. Ich habe funktioniert, um zu überleben und nicht, um zu leben. Meine Gefühle waren so abgeschottet, dass ich sie nicht einmal vermisst habe. Erst viel später wurde mir klar, wie sehr ich mich selbst verlassen hatte.
Die Abkopplung von unseren Gefühlen
Von klein auf lernen wir, unsere Gefühle zu unterdrücken oder zu bewerten.
- Wut ist gefährlich.
- Trauer ist Schwäche.
- Angst ist peinlich.
Wir behandeln unsere Gefühle oft so, wie wir Nutztiere behandeln: Wir sperren sie weg, verachten sie, ignorieren sie, als hätten sie kein Recht zu existieren.
Dabei sind Gefühle unsere ureigene Lebensenergie. Sie sind der direkte Ausdruck unserer Seele.
Wenn wir sie abspalten, verlieren wir den Kontakt zu unserer Kraft, unserer Intuition, unserer Lebendigkeit. Wir werden stumpf, müde, leer, nicht, weil wir falsch leben, sondern weil wir uns selbst nicht mehr fühlen.
Viele Menschen tragen heute einen inneren Schmerz, den sie nicht benennen können. Eine Leere, die trotz Erfolg bleibt. Eine Müdigkeit, die nicht von zu wenig Schlaf kommt. Eine Sehnsucht, die nicht weiß, wonach sie sucht.
Das ist der Preis der emotionalen Abkopplung.
Rückblickend erkenne ich, wie sehr ich gegen meine eigene Natur gelebt habe. Über drei Jahrzehnte habe ich gegen meine innere Uhr gelebt – jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr. Ich bin von Natur aus keine Frühaufsteherin und doch begann mein Arbeitstag oft um halb sechs, manchmal sogar um vier Uhr morgens am Wochenende. Diese permanente Selbstüberforderung hat mich nicht nur erschöpft, sondern innerlich ausgehöhlt. Ich habe mich selbst nicht artgerecht gehalten, weil ich meine eigenen Bedürfnisse nicht kannte oder nicht ernst nahm.
➡️ Den Unterschied zwischen Gefühlen und alten Emotionen erkläre ich hier.

Ein Leben im Außen statt im Innen
Unsere Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, im Außen zu funktionieren.
Wir definieren uns über:
- Leistung
- Besitz
- Status
- Anerkennung
- die Erwartungen anderer
Wir haben verlernt, nach innen zu lauschen und zu fragen:
„Was will ich wirklich? Was fühlt sich für meine Seele richtig an?“
So entsteht ein Leben, das nicht unserem Wesen entspricht. Ein Leben wie ein Vogel im goldenen Käfig: Von außen glänzend und innen unfrei.
Das ist keine artgerechte Haltung für die menschliche Seele.
Denn unsere Seele ist ein fühlendes, intuitives, geistiges Wesen. Sie will sich erfahren, ausdrücken, wachsen, lebendig sein und nicht funktionieren.
➡️ Wie du deinen inneren Kompass wieder aktivierst, erfährst du hier.

Beziehungen als Spiegel
Unsere ungelösten inneren Konflikte verschwinden nicht, sondern sie treten im Außen auf.
Wir projizieren sie auf Partner, Kinder, Kollegen. Streit, Missverständnisse, Rückzug, Vorwürfe, all das sind Echos unseres eigenen inneren Zustands.
Wir sehen den anderen nicht wirklich, denn wir sehen nur das, was wir in uns selbst nicht anschauen wollen.
Die Überforderung erreichte ihren Höhepunkt, als ich zweifache Mama war. Als ich ein Baby und ein Kleinkind hatte und gleichzeitig die Pflege unserer Großtante übernehmen musste. Ich war körperlich, emotional und energetisch am Limit. In dieser Phase wurde mir schmerzhaft bewusst, wie wenig Raum ich mir selbst gab und wie sehr ich versuchte, alles allein zu tragen. Es war ein Leben im Dauerfunktionieren, ohne inneren Halt.
Warum erschafft unser innerer Zustand die äußere Realität?
Kurzantwort: Die Welt spiegelt unsere innere Haltung, denn Ausbeutung, Konflikte und Spaltung entstehen, wenn wir im Inneren gegen uns selbst kämpfen.
Die innere Abgetrenntheit erschafft unsere äußere Realität.
- Der rücksichtslose Umgang mit der Natur spiegelt den rücksichtslosen Umgang mit unseren eigenen Ressourcen.
- Die Kriege im Außen spiegeln den Krieg, den wir gegen unsere eigenen Gefühle führen.
- Die Spaltung der Gesellschaft spiegelt die Spaltung in uns selbst.
Frieden im Außen entsteht erst, wenn wir im Inneren keinen Krieg mehr führen. Trennung zeigt sich in der Welt, weil wir uns selbst nicht mehr nahe sind. Wenn wir innerlich brennen, brennt auch die Welt, wenn wir verstummen, schreit sie. Und wenn wir erschöpft sind, spiegelt sie genau das wider.

Wie können wir zur artgerechten Haltung unserer Seele zurückkehren?
Kurzantwort: Indem wir wieder fühlen, den Körper als Kompass nutzen und authentische Grenzen setzen, die unsere Wahrheit ehren.
Nicht der Kampf gegen das Außen bringt uns weiter, sondern die Rückkehr zu uns selbst. Die Lösung liegt nicht darin, das System im Außen zu bekämpfen, sondern darin, den Kontakt zu uns selbst wiederherzustellen.
Das ist die stille Revolution unserer Zeit!
Schritt 1: Wieder fühlen lernen
Gefühle sind keine Störung, sondern sie sind Energie in Bewegung und sie sind Wahrheit.
Wenn wir wieder fühlen, ohne Bewertung, ohne Flucht, beginnt nachhaltige Heilung. Blockierte Energie kommt ins Fließen und der innere Krieg endet.
➡️ Wie dir der Gefühlskompass hilft, wieder klar zu fühlen, liest du hier.
Über die Jahre habe ich gelernt, dass echte Heilung ohne Selbstliebe nicht möglich ist. Nicht die romantisierte, sondern die tiefe, ehrliche, manchmal schmerzhafte Selbstliebe, die uns dazu bringt, uns selbst bedingungslos anzunehmen. Dieser Prozess war für mich lang und er hat alles verändert.
Früher war meine Haut ein Spiegel meiner inneren Ablehnung: unrein, entzündet, unruhig, sowohl im Gesicht als auch am Rücken und Dekolleté. Erst als ich begann, Frieden mit mir selbst und meinem Körper zu schließen, wurde meine Haut klar. Sie begann zu strahlen, so wie ich innerlich wieder zu strahlen begann. Selbstliebe war für mich kein Konzept, sondern der Wendepunkt.
➡️ Was Selbstliebe energetisch wirklich bedeutet und wie sie dein Leben verändert, erfährst du hier.
Schritt 2: Den Körper als Wegweiser nutzen
Der Körper ist der ehrlichste Spiegel unserer Seele.
- Ein Druck in der Brust
- ein flauer Magen
- ein verspannter Nacken
- ein schwerer Kopf
Das sind keine Fehler, nein das sind Botschaften.
Der Körper zeigt uns, wo wir uns selbst verlassen und wo wir zurückkehren dürfen.
Meine Heilung begann in dem Moment, in dem ich verstand, was hinter all diesen Symptomen wirklich lag. Nicht die Krankheit war das Problem, sondern der verlorene Kontakt zu mir selbst. Als ich die Ursachen erkannte und Schritt für Schritt in die Umsetzung ging, veränderte sich alles.
Die Heilenergetik wurde für mich zum Schlüssel, der die Tür zu meinem inneren Raum wieder geöffnet hat. Durch sie habe ich gelernt zu fühlen, zu verstehen, zu integrieren und wieder in meine eigene Wahrheit zurückzufinden.
➡️ Wie mich die Heilenergetik zurück zu mir selbst geführt hat, erzähle ich hier.
Schritt 3: Authentische Grenzen setzen
Ein „Nein“ ist ein Akt der Selbstliebe. Es ist das Wieder‑Einnehmen des eigenen Raumes und ein “JA” zu dir.
Artgerechte Haltung bedeutet: Du zwingst dich nicht in Situationen, die sich nicht stimmig anfühlen. Du hörst deiner inneren Stimme zu. Du ehrst deine Wahrheit.
Warum beginnt die Heilung der Welt in uns selbst?
Kurzantwort: Weil echter Frieden, echte Verbundenheit und echte Lebendigkeit nur entstehen, wenn wir im Inneren in Kontakt sind und dieses Feld nach außen wirken lassen.
Wir haben vergessen, was unsere Art eigentlich ist: fühlende, intuitive, geistige Wesen zu sein.
Wir haben uns selbst auf unsere Funktion im materiellen System reduziert und wundern uns, warum wir uns leer, krank und unerfüllt fühlen.
Doch die Lösung ist nah, sie ist intim und sie ist leise.
Rette den Kontakt zu dir selbst. Das ist der größte Beitrag, den du leisten kannst.
Denn ein Mensch, der in Kontakt mit sich selbst ist, lebt ganz natürlich in Harmonie mit seiner Umwelt. Und genau dort beginnt die Heilung der Welt.
Die stille Revolution beginnt nicht im Außen. Sie beginnt in dir. Jetzt.

Fragen, die tiefer führen
Warum fällt es uns so schwer, wieder in Kontakt mit uns selbst zu kommen?
Weil wir jahrzehntelang gelernt haben, uns selbst zu verlassen. Der Weg zurück ist ungewohnt, aber zutiefst heilsam.
Welche Rolle spielt das Nervensystem bei der Rückkehr zu unserer inneren Wahrheit?
Ein reguliertes Nervensystem ermöglicht Fühlen, Präsenz und innere Klarheit, ohne Überwältigung oder Fluchtmechanismen.
Kann man den Dis‑Kontakt auch körperlich heilen, ohne emotional zu arbeiten?
Nur teilweise. Körperarbeit hilft, aber ohne emotionale Integration bleibt die Ursache bestehen.
Warum reagieren manche Menschen stark, wenn andere beginnen, authentisch zu leben?
Weil Authentizität unbewusst zeigt, wo sie selbst nicht in Kontakt sind und das kann triggern oder inspirieren.
Wie erkenne ich, ob ich wirklich meine Wahrheit lebe oder nur eine neue Rolle?
Echte Wahrheit fühlt sich ruhig, klar und weit an, nicht dramatisch, nicht beweisend, nicht kämpferisch.
Komm zurück zu dir
Wenn du fühlst, dass dieser Artikel etwas in dir berührt hat, dann ist das kein Zufall. Es ist deine innere Stimme, die sich bemerkbar macht. Du darfst ihr folgen.

Es ist Zeit, wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen
Ein erstes Gespräch öffnet oft Türen, die lange verschlossen waren.
Fühle Energie. Lebe frei.
Energiereiche Grüße von Anita

Heilenergetikerin | Wegbegleiterin für Selbstständige & Veränderungsfreudige
Ich bin Anita Griebl, Heilenergetikerin, kreative Impulsgeberin und liebevolle Begleiterin für Menschen, die ihr Leben freier, leichter und erfüllter gestalten möchten.
In meiner energetischen Begleitung unterstütze ich UnternehmerInnen, Selbstständige und Veränderungswillige dabei, alte Muster zu lösen, energetische Blockaden zu befreien und wieder in ihre Kraft zu kommen. Die Heilenergetik ist dabei mein Werkzeug, ein Schlüssel zu mehr Leichtigkeit, Klarheit und Selbstverbindung.
Ob du gerade vor einer persönlichen Herausforderung stehst oder dein Business energetisch neu ausrichten möchtest: Ich bin gerne an deiner Seite. Gemeinsam öffnen wir Räume für Wandlung, Vertrauen und neue Lebensfreude.
Lass dein Leben in eine neue Richtung fließen, mit Energie, Tiefe und Herz.
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